M162 Daten analysieren und modellieren

Kompetenzband HZ Grundlagen Fortgeschritten Erweitert
A - Formen und Struktur von Daten erkennen 1 A1G: Ich kann Formen von Daten aufzählen und diese beschreiben (numerisch, Text, Medien). A1F: Ich kann die Form der Speicherung verschiedener Daten unterscheiden (Dateitypen / Datentypen). A1E: Ich kann die Auswertbarkeit von Daten, deren Möglichkeiten und Grenzen vergleichen.
B - Merkmale eines Datenbestandes 2 B1G: Ich kann die Konsequenz der Struktur auf die Möglichkeit der Auswertbarkeit (Text tiefe Auswertbarkeit, Tabelle mittel, DB hoch) erläutern. B1F: Ich kann abhängig von der Struktur eine Auswertung durchführen (Text, Tabelle usw.). B1E: Ich kann aufzeigen, wie mit Hilfe einer Strukturtransformation Daten in eine besser auswertbare Form gebracht werden können.
C - Daten- und Skalentypen 2 C1G: Ich kann verschiedene Datentypen (ganze Zahl, rationale Zahlen, Zeit, Datum, Text, Boolean usw.) sowie die Unterschiede der Skalentypen (nominal, ordinal und metrisch) erläutern. C1F: Ich kann für vorliegende Daten den richtigen Datentyp bestimmen und die Skalentypen auf Daten anwenden. C1E: Ich kann Daten eines bestimmten Typs zu einem anderen Datentyp transformieren und einen bestimmten Skalentyp begründet auswählen.
D - Daten auswerten und visualisieren 3 D1G: Ich kann gängige Diagrammtypen (Balken, Säule, Kreis, Netz, Linie) und ihre typischen Einsatzgebiete erläutern sowie die wichtigsten statistischen Kenngrössen (Minimum, Maximum, Mittelwert, Anzahl, Median) und ihre Voraussetzungen (Skalentypen, Anzahl Beobachtungen, Datenqualität usw.) erklären. D1F: Ich kann aus vorliegenden Daten Diagramme erstellen und Daten mit gegebenen Anforderungen mittels passenden Kenngrössen auswerten sowie eine Statistik mit geeigneten Skalentypen erstellen. D1E: Ich kann Tendenzen in Auswertungsergebnissen ableiten und beschreiben sowie eine Statistik mit passenden Kenngrössen und Skalentypen kritisch hinterfragen und Verbesserungen vorschlagen.
E - Datenschutz in Auswertungen 3 E1G: Ich kann erläutern, wieso personenbezogene Daten nicht ohne Weiteres in Auswertungen und Statistiken eingesetzt, weitergeleitet oder publiziert werden dürfen. E1F: Ich kann bei einer gegebenen Auswertung beurteilen, ob personenbezogene Daten angemessen geschützt sind. E1E: Ich kann Massnahmen vorschlagen, um personenbezogene Daten in Auswertungen und Statistiken zu anonymisieren oder zu pseudonymisieren.
F - Konzeptionelles Datenmodell anwenden 4 F1G: Ich kann Elemente eines konzeptionellen Datenmodells (Entitätstyp, Attribut, Assoziation, unterschiedliche Kardinalität usw.) erläutern. F1F: Ich kann aus gegebenen Anforderungen ein konzeptionelles Datenmodell erstellen. F1E: Ich kann ein konzeptionelles Datenmodell eigenständig entwerfen, auf Vollständigkeit prüfen und begründete Anpassungen vornehmen.
G - Logisches relationales Datenmodell und Identifikationsschlüssel 5 G1G: Ich kann Unterschiede von einem konzeptionellen und einem logischen relationalen Datenmodell aufzählen und beschreiben sowie Eigenschaften von Identifikationsmerkmalen (Eindeutigkeit, Definiertheit, Minimalität, Lebenslänglich usw.) an einem Beispiel erklären. G1F: Ich kann ein konzeptionelles Datenmodell in ein logisches relationales Datenmodell überführen (Schlüssel, Fremdschlüssel, Kardinalitäten, Zwischentabelle usw.) und für Entitäten einen geeigneten Schlüssel begründet auswählen (einfache, zusammengesetzte und künstliche Schlüssel). G1E: Ich kann ein logisches relationales Datenbankmodell analysieren und daraus das konzeptionelle Modell ableiten (Reverse Engineering) sowie Schlüsselkandidaten auf ihre Eignung beurteilen und begründete Verbesserungsvorschläge formulieren (z. B. 8-stellige Artikelnummer, alte AHV-Nr., IPv4 usw.).
H - Normalisierung auf bestehendes Datenmodell anwenden 6 H1G: Ich kann das Ziel der Normalisierung beschreiben. H1F: Ich kann die Normalisierung (1. bis 3. Normalform) anwenden. H1E: Ich kann die Normalisierung kritisch hinterfragen, z. B. in Bezug darauf, wie sie sich auf die Performance auswirkt, und Verbesserungen vorschlagen.
I - Datenmodell als ERD zeichnen 7 I1G: Ich kann ein einfaches ERD mit einem Tool zeichnen (bis 3 Entitäten). I1F: Ich kann ein Datenmodell mit Zwischentabellen, Attributen und Datentypen mit Hilfe eines Tools zeichnen (bis 10 Tabellen). I1E: Ich kann mich selbständig in ein mir fremdes Tool einarbeiten und innert nützlicher Frist ein Datenmodell zeichnen.

Bloom-Taxonomie-Analyse

Code Ziel (Anfang) Bloom-Stufe Stufenname Schlüsselverben
A1G Ich kann Formen von Daten aufzählen… 2 Verstehen aufzählen, beschreiben
A1F Ich kann die Form der Speicherung… 2 Verstehen unterscheiden
A1E Ich kann die Auswertbarkeit von Daten… 4 Analysieren vergleichen (Möglichkeiten/Grenzen)
B1G Ich kann die Konsequenz der Struktur… 2 Verstehen erläutern
B1F Ich kann abhängig von der Struktur… 3 Anwenden durchführen
B1E Ich kann aufzeigen, wie mit Hilfe… 3 Anwenden aufzeigen
C1G Ich kann verschiedene Datentypen… 2 Verstehen erläutern
C1F Ich kann für vorliegende Daten… 3 Anwenden bestimmen, anwenden
C1E Ich kann Daten eines bestimmten Typs… 5 Bewerten transformieren, begründet auswählen
D1G Ich kann gängige Diagrammtypen… 2 Verstehen erläutern, erklären
D1F Ich kann aus vorliegenden Daten… 3 Anwenden erstellen, auswerten
D1E Ich kann Tendenzen in Auswertungsergebnissen… 5 Bewerten ableiten, hinterfragen, vorschlagen
E1G Ich kann erläutern, wieso personenbezogene… 2 Verstehen erläutern
E1F Ich kann bei einer gegebenen Auswertung… 5 Bewerten beurteilen
E1E Ich kann Massnahmen vorschlagen, um… 5 Bewerten vorschlagen
F1G Ich kann Elemente eines konzeptionellen… 2 Verstehen erläutern
F1F Ich kann aus gegebenen Anforderungen… 6 Erschaffen erstellen
F1E Ich kann ein konzeptionelles Datenmodell… 6 Erschaffen entwerfen, prüfen, vornehmen
G1G Ich kann Unterschiede von einem konzeptionellen… 2 Verstehen aufzählen, beschreiben, erklären
G1F Ich kann ein konzeptionelles Datenmodell… 5 Bewerten überführen, begründet auswählen
G1E Ich kann ein logisches relationales Datenbankmodell… 5 Bewerten analysieren, ableiten, beurteilen, formulieren
H1G Ich kann das Ziel der Normalisierung… 2 Verstehen beschreiben
H1F Ich kann die Normalisierung anwenden… 3 Anwenden anwenden
H1E Ich kann die Normalisierung kritisch hinterfragen… 5 Bewerten hinterfragen, vorschlagen
I1G Ich kann ein einfaches ERD mit einem Tool… 3 Anwenden zeichnen
I1F Ich kann ein Datenmodell mit Zwischentabellen… 3 Anwenden zeichnen
I1E Ich kann mich selbständig in ein mir… 3 Anwenden einarbeiten, zeichnen

Änderungsprotokoll V2

Zelle Änderung Begründung
Alle Zellen Hanok-Referenzen (“Hanok X.X”-Verweise) entfernt Produktneutralität
D3G, D3F, D3E (neu) Ehemaliges Kompetenzband E (Geheimhaltung) aufgelöst; E1G in D3 integriert mit vollständigen Gütestufen E1G hatte keine F/E-Stufen — Inhalt als D3 weitergeführt mit vollständiger Progression
Alle Bänder Kompetenzbänder auf Format “Buchstabe - Thematische Zusammenfassung” umbenannt Vorgabe Tabellenformat
Alle Bänder Nach Auflösung von E (Geheimhaltung) neu durchnummeriert: F→E, G→F, H→G, I→H, J→I Fortlaufende Buchstabenfolge
D1F, D2E, C1E, H1E, E1G Grammatik- und Rechtschreibkorrekturen: “vorliegende”→“vorliegenden”, “passende”→“passenden”, “Types”→“Typs”, “wie sich”→“wie sie sich”, “Datenmodelles”→“Datenmodells” Korrekte Grammatik
B1G, D1G, D2G, F1G, I1E Doppelte Leerzeichen entfernt Formatbereinigung
F1G, G1F <br />-Tags entfernt Keine HTML-Tags in Markdown-Tabellen
Alle Zellen Interpunktion vereinheitlicht: “usw.” statt “, usw.” / “…”, Punkte in Klammern entfernt Konsistente Formatierung
Header “Kompetenzband:” → “Kompetenzband” (Doppelpunkt entfernt), Spaltenausrichtung vereinheitlicht Vorgabe
C1, C2 → C1 Zeilen C1 (Datentypen) und C2 (Skalentypen) zusammengeführt zu einer Zeile C1 Beide Zeilen gehören zu HZ 2 und behandeln eng verwandte Klassifikationskonzepte (Typen und Skalen von Daten); Zusammenführung reduziert Redundanz
D1, D2 → D1 Zeilen D1 (Diagramme) und D2 (statistische Kenngrössen) zusammengeführt zu einer Zeile D1 Beide Zeilen gehören zu HZ 3 und beschreiben komplementäre Aspekte der Datenauswertung und -visualisierung
F (ehem. G), G (ehem. H) → G Ehemalige Bänder G (logisches Datenmodell) und H (Identifikationsschlüssel) zusammengeführt zu Band G Beide Bänder gehören zu HZ 5 und behandeln zusammenhängende Aspekte des relationalen Datenmodells; Schlüssel sind integraler Bestandteil des logischen Modells
Alle Bänder Nach Konsolidierung auf 9 Zeilen neu durchnummeriert: D3→E, E→F, F+G→G, H→H, I→I Fortlaufende Buchstabenfolge nach Zusammenführungen
D1G Bloom Regel 1: “begründet für die Darstellung von Daten auswählen” (Stufe 5) entfernt. Neu: “gängige Diagrammtypen … und ihre typischen Einsatzgebiete erläutern … erklären” (Stufe 2) G-Zellen dürfen maximal Bloom-Stufe 3 erreichen; “begründet auswählen” entspricht Stufe 5 (Bewerten)
F1E Bloom Regel 2: F1F ist Stufe 6 (Erschaffen), F1E war Stufe 5 (Bewerten) — nicht-monotone Abnahme. Neu: “Ich kann ein konzeptionelles Datenmodell eigenständig entwerfen, auf Vollständigkeit prüfen und begründete Anpassungen vornehmen.” (Stufe 6) Regel 2: Level(G) ≤ Level(F) ≤ Level(E) muss eingehalten werden
G1E Bloom Regel 2: G1F ist Stufe 5 (Bewerten), G1E war Stufe 4 (Analysieren) — nicht-monotone Abnahme. Neu: “beurteilen und begründete Verbesserungsvorschläge formulieren” statt “analysieren und mögliche Probleme benennen” Stufe auf 5 (Bewerten) angehoben
Bloom-Tabelle Bloom-Taxonomie-Analyse-Tabelle eingefügt Neue Anforderung